
US-Senat stimmt im September über den CLARITY Act ab – Thune beantragt Cloture
Der Verfahrensschritt bringt das Gesetz zur Strukturierung des Kryptomarkts wieder voran, während Gesetzgeber weiter über Ethik- und Stablecoin-Bestimmungen verhandeln.

US-Senatsmehrheitsführer John Thune hat einen Cloture-Antrag eingebracht, um die Debatte über den Antrag zur Beratung des Digital Asset Market Clarity Act, kurz CLARITY Act, zu beenden. Damit setzte er für September eine wichtige Verfahrensabstimmung über das Gesetz zur Kryptomarktstruktur an.
Die Abstimmung dürfte nach Wiederaufnahme der Senatssitzungen am 15. September stattfinden. Den Gesetzgebern bleiben damit mehrere Wochen, um die Differenzen beizulegen, die vor der Augustpause eine Einigung verhindert hatten.
Senate Daily Press bestätigte, dass Thune einen Cloture-Antrag eingebracht habe, um den CLARITY Act zur Beratung auf die Tagesordnung des Senats zu setzen. Für die Beendigung der Debatte sind 60 Stimmen erforderlich, sodass die Republikaner demokratische Unterstützung brauchen, um diese Verfahrenshürde zu überwinden.
Thunes Schritt ebnet den Weg für die Beratung des CLARITY Act im Senat, nachdem die Gesetzgeber vor der Augustpause keine Einigung erzielt hatten. Die Verhandlungen wurden unter anderem durch Differenzen über Ethikbestimmungen und Regeln für Stablecoin-Belohnungen erschwert.

Quelle: Eleanor Terrett
Der Schritt bedeutet zwar Fortschritt für das Gesetz, garantiert jedoch weder eine endgültige Abstimmung über den CLARITY Act noch dessen Verabschiedung durch den Senat. Die Cloture-Abstimmung entscheidet nur darüber, ob der Gesetzentwurf zur Beratung zugelassen wird, nicht über seine Verabschiedung.
Der CLARITY Act ist ein bedeutender US-Gesetzentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen. Er würde eine einheitliche Marktstruktur für digitale Vermögenswerte schaffen, klären, wann Krypto-Assets unter Wertpapier- oder Rohstoffgesetze fallen, und die Aufsichtszuständigkeiten zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und der US-Terminhandelsaufsicht CFTC abgrenzen.
Bisher stockten die Verhandlungen über vorgeschlagene Ethikbestimmungen, die Regierungsvertretern und ihren Familien verbieten sollen, während ihrer Amtszeit digitale Vermögenswerte zu emittieren oder davon zu profitieren.
Um die Blockade zu lösen, arbeiten Gesetzgeber Berichten zufolge an einem parteiübergreifenden Ethikzusatz weiter, der die Bedenken der Demokraten über die kryptobezogenen finanziellen Interessen von Präsident Donald Trump ausräumen soll. Wie Bloomberg am Donnerstag berichtete, würde der Vorschlag den Präsidenten verpflichten, sich von bestimmten kryptobezogenen Unternehmen zu trennen.

