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Geschrieben von William SubergAutorÜberprüft von Robert LakinRedakteur

Bitcoin-Kursrückgang macht Wochenendgewinne zunichte – Öl steigt nach Hormus-Enttäuschung um 5 %

MärkteVeröffentlicht10. Aug. 2026

Bitcoin schwankte gemeinsam mit US-Aktien, nachdem der Iran die Hoffnungen auf eine Wiederöffnung der Ölroute durch die Straße von Hormus gedämpft hatte. Eine Analyse lobte derweil „außergewöhnlich starke“ institutionelle BTC-Zuflüsse.

Bitcoin (BTC) fiel nach der Eröffnung an der Wall Street am Montag unter 64.500 US-Dollar, da die Märkte weitere Unsicherheit zwischen den USA und dem Iran einpreisten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bitcoin gerät mit US-Aktien in den Ausverkauf, da unklar bleibt, ob die Straße von Hormus wieder geöffnet wird.
  • Der japanische Yen rückt in den Fokus, da er gegenüber dem US-Dollar erneut in Richtung historischer Tiefststände fällt.
  • Trotz „außergewöhnlich starker“ institutioneller Zuflüsse zweifeln Analysten an der Stärke des Bitcoin-Markts.

Iran warnt: „Keine militärische Lösung“ für die Schließung der Straße von Hormus

Daten von TradingView zufolge fiel BTC/USD auf Bitstamp auf 64.447 US-Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit Freitag, bevor sich der Kurs leicht erholte. 

BTC/USD-Ein-Stunden-Chart. Quelle: Cointelegraph/TradingView

Der Rückgang spiegelte die Entwicklung an den US-Aktienmärkten wider, die zunächst nachgaben, als die Aussicht auf eine Wiedereröffnung der Ölroute durch die Straße von Hormus offenbar schwand. 

Vor dem Islamischen Beratungsrat Irans erklärte der stellvertretende Sprecher Ali Nikzad, die „Öffnung der Straße von Hormus lässt sich nicht militärisch lösen“, wie zitiert von Al Jazeera und anderen.

US-WTI-Rohöl notierte bei Redaktionsschluss mit knapp 5 % im Tagesplus bei 80,90 US-Dollar je Barrel. Der S&P-500-Index drehte unterdessen ins Plus, lag aber weiter unter seinem Allzeithoch vom Freitag.

CFDs auf US-WTI-Rohöl, Ein-Stunden-Chart. Quelle: Cointelegraph/TradingView

Auch der japanische Yen blieb im Fokus und schwächte sich gegenüber dem US-Dollar trotz einer früheren seltenen gemeinsamen Intervention Japans und der USA weiter ab. USD/JPY erreichte am Montag 159 und näherte sich noch vor Ende der ersten Handelssitzung in Asien der psychologisch wichtigen Marke von 160.

Der Ökonom Mohamed El-Erian warnte, Japan müsse entschlossener handeln.

„Der Yen hat sich seit der großen gemeinsamen Devisenmarktintervention Japans und der USA allmählich abgeschwächt – eine deutliche Erinnerung daran, dass der Schlüssel zur Korrektur einer Fehlbewertung einer Währung in der richtigen Mischung der Maßnahmen liegt. Je länger Japan deren Umsetzung hinauszögert, desto unerreichbarer wird das Ziel dieser historischen Intervention“, schrieb er in einem Beitrag auf X.

USD/JPY-Vier-Stunden-Chart. Quelle: Cointelegraph/TradingView

Bitcoin-Erholung trotz ETF-Zuflüssen von 865 Millionen US-Dollar „zaghaft“

Bitcoin-Analysten warnten, der jüngste Erholungsversuch des Bitcoin-Kurses bleibe trotz einiger vielversprechender Signale „zaghaft“.

Verwandt: Märkte setzen vor CPI auf Pause bei Fed-Zinserhöhungen: Fünf Dinge, die man diese Woche bei Bitcoin wissen sollte

Das jüngste Market-Pulse-Update von Glassnode verwies auf eine schwache Dynamik am Spotmarkt als entscheidenden fehlenden Faktor für eine nachhaltige Erholung.

„Das Momentum ist wieder neutral geworden und die Taker-Käufe am Spotmarkt haben stark zugenommen, doch das gesamte Handelsvolumen an zentralisierten Börsen bleibt verhalten“, erklärte die Onchain-Analyseplattform. Sie ergänzte:

„Diese Divergenz deutet auf eine sich verbessernde Nachfrage innerhalb eines breiteren Konsolidierungsregimes hin und nicht auf eine breit angelegte Ausweitung spekulativer Aktivitäten.“

Zu den positiven Katalysatoren zählten institutionelle Zuflüsse, die laut Glassnode „außergewöhnlich stark“ ausfielen. Vergangene Woche verzeichneten die US-Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Funds (ETFs) laut Daten des britischen Investmentunternehmens Farside Investors Nettozuflüsse von 865,3 Millionen US-Dollar.

Nettozuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs (Screenshot). Quelle: Farside Investors

Daten der Onchain-Analyseplattform CryptoQuant zeigten derweil, dass Hedgefonds bei CME-BTC-Futures auf Netto-Long-Positionen gewechselt hatten – ein Ereignis, das CEO Ki Young Ju als „selten“ bezeichnete.

„Der Basis-Trade hält sie strukturell auf der Short-Seite. Deshalb ist dieser Chart seit Jahren rot. Per Carry-Trade kann man nicht in eine Netto-Long-Position wechseln. Die Anzugträger wetten auf Aufwärtspotenzial“, sagte er seinen Followern auf X.

Positionsdaten der CME-Bitcoin-Futures. Quelle: Ki Young Ju auf X.com

Dieser Artikel wurde gemäß der Redaktionellen Richtlinie von Cointelegraph erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Er stellt keine Anlageberatung oder Empfehlungen dar. Alle Investitionen und Trades sind mit Risiken verbunden; Leser werden ermutigt, eigenständige Recherchen durchzuführen.

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