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Geschrieben von Markus KasanmascheffÜberprüft von Alex Cohen

Libra Association verpflichtet Geldwäschejäger der Credit Suisse

Die aktuellsten NachrichtenVeröffentlichtJun 12, 2020

Die hinter Facebooks Libra-Stablecoin stehende Libra Association hat den Leiter der Finanzkriminalitäts-Abteilung der Großbank Credit Suisse abgeworben.

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Die für Facebooks Libra-Stablecoin verantwortliche Libra Association in der Schweiz hat den Leiter der Abteilung für Finanzkriminalität der Großbank Credit Suisse abgeworben. Laut einem Medienbericht vom 10. Juni wechselt Sterling Daines zu dem Projekt und wird bei der in Genf ansässigen Libra Association die Compliance-Abteilung leiten.

Regulierungs-Knowhow für Libra

Daines war seit 2017 bei der Credit Suisse für die FCC-Abteilung (Financial Crime Compliance) verantwortlich und zuvor bei der Investmentbank Goldman Sachs und dem Beratungsunternehmen Deloitte tätig gewesen.

Als Compliance-Chef ist Daines bereits die dritte neue und hochkarätige Personalie in kurzer Zeit für das Projekt. Am 6. Mai ernannte die Libra Association bereits Stuart Levey zum neuen Geschäftsführer, welcher in der vorherigen US-Administration von Barack Obama im Bereich Terrorismusbekämpfung tätig war.

Am 19. Mai wurde dann Robert Werner als neuer Justiziar vorgestellt, der zuvor das “Financial Crimes Enforcement Network” (FinCEN) geleitet hatte, eine im Bereich der Abwehr von Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche tätige US-Behörde des Finanzministeriums.

Kommt die Stablecoin?

Libra unternimmt damit offenbar verstärkte Anstrengungen, letztlich doch noch den Segen der bislang kritischen Regulierungsbehörden weltweit zu erhalten. Bereits im April reichte Libra einen Antrag auf Anerkennung als Zahlungssystem durch die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA ein und stellte eine überarbeitete Version des Whitepapers vor, um Forderungen der Aufsichtsbehörden zu entsprechen.

Ob dies alles am Ende ausreichen wird, bleibt trotzdem weiterhin ungewiss. Facebook-Chef Mark Zuckerberg setzt indes weiter auf das Projekt und erhofft sich von Libra für seinen Konzern höhere Werbeeinnahmen.

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