
Bitcoin-Hashrate erreicht Siebenmonatshoch, da der KI-Wechsel den Wettbewerb im Mining nicht entschärft
Laut BlocksBridge steigt die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit trotz des KI-Übergangs der Branche, wobei kleinere Betreiber möglicherweise Geräte übernehmen, die von größeren Wettbewerbern aufgegeben wurden.

Die Hashrate des Bitcoin-Netzwerks ist trotz der Verlagerung von Kapazitäten großer börsennotierter Miner hin zu Künstlicher Intelligenz (KI) auf ein Siebenmonatshoch gestiegen. Dies deutet darauf hin, dass andere Betreiber die verlorene Rechenleistung ersetzen und den Wettbewerb unter den verbleibenden Netzwerk-Minern verschärfen.
Laut dem neuesten Miner Weekly Newsletter von BlocksBridge Consulting ist die Sieben-Tage-Durchschnittshashrate von Bitcoin wieder auf über 1 Zettahash pro Sekunde (ZH/s) gestiegen, was 1.000 Exahashes pro Sekunde (EH/s) entspricht. Damit erreicht sie den höchsten Stand seit dem 3. März.
Die Hashrate misst die Rechenleistung, die das Bitcoin-Netzwerk absichert. Die Erholung deutet darauf hin, dass die weiterhin im Netzwerk aktiven Miner trotz des anhaltenden Übergangs der Branche zu KI-Arbeitslasten kaum Entlastung vom Wettbewerb erfahren.
Die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit stieg am 16. Oktober um 5,92 %, wobei BlocksBridge für die nächste Anpassung einen weiteren Anstieg um 5,16 % prognostiziert. Sollte die Schätzung Bestand haben, wäre die Schwierigkeit über zwei aufeinanderfolgende Anpassungen hinweg um rund 11,4 % gestiegen.
„Das ist wohl kaum der Spielraum, den die verbleibenden Miner angesichts der KI-Migration erwartet haben dürften“, schrieb BlocksBridge mit Blick auf den zunehmenden Wettbewerb, dem Betreiber ausgesetzt sind, die weiterhin Bitcoin minen.
Die Verlagerung hin zu KI hat bereits erhebliche Mining-Kapazitäten außer Betrieb gesetzt. BlocksBridge berichtete zuvor von einem Rückgang der realisierten Hashrate börsennotierter Miner um 23 % sowie einem vierteljährlichen Anstieg ihrer gemeldeten Umsätze aus KI und Hochleistungsrechnen um 52 %. Das Unternehmen schätzte, dass die verdrängte Kapazität Mining-Hardware im Wert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar entsprach.
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Kleinere Miner könnten die Lücke schließen
Ein Teil der verlorenen Kapazität könnte durch kleinere und mittelgroße Miner ins Netzwerk zurückkehren, die Geräte von größeren Betreibern kaufen. BlocksBridge verwies auf Sazmining, das gebrauchte Antminer-S21-XP-Geräte anbietet, die Käufer über Hosting-Einrichtungen in Paraguay und Texas einsetzen können.
Für Miner mit Zugang zu günstigerem Strom könnte der Kauf gebrauchter Geräte wirtschaftlicher sein als Investitionen in neue Ausrüstung. Das bedeutet auch, dass durch KI-Umrüstungen verdrängte Hardware andernorts weiterhin Bitcoin minen könnte.
Allerdings ist unklar, wie viele der verkauften Geräte tatsächlich von börsennotierten Minern stammen oder wie viel davon ins Netzwerk zurückgekehrt ist.
Die Erholung der Hashrate erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem einige Branchenbeobachter die steigende Rechenleistung als „indirektes bullishes Signal“ für Bitcoin betrachten. Sie spiegele anhaltende institutionelle Investitionen in börsennotierte Mining-Unternehmen wider.
Der Gründer und CEO von CryptoQuant, Ki Young Ju, vertrat diese Auffassung kürzlich auf X und schrieb, dass „eine höhere Hashrate eine stärkere Sicherheit und bessere Fundamentaldaten als Wertspeicher bedeutet.“

