
Trezor meldet Datenleck bei Versanddienstleister – Daten von 14.000 Nutzern betroffen
Der Wallet-Anbieter warnte vor Phishing-Versuchen gegen Tausende Nutzer und versicherte zugleich, dass alle Geräte, privaten Schlüssel und Backups sicher seien.

Das Kryptowallet-Unternehmen Trezor meldete ein Datenleck bei seinem Versanddienstleister ShipMonk, von dem etwa 14.000 Nutzer betroffen waren.
Trezor erklärte in einem Blogbeitrag vom Mittwoch, dass Nutzer, die zwischen dem 10. Mai und dem 8. August Produkte in den USA, im Vereinigten Königreich, in Schweden, Kolumbien, Brasilien, Italien und Portugal erhalten hatten, durch mögliche Phishing-Angriffe unter Verwendung ihrer persönlichen Daten gefährdet seien. Das Unternehmen meldete, die Namen, physischen Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen von 11.742 Kunden könnten kompromittiert worden sein, während bei 1.947 Nutzern möglicherweise der Name, die Stadt und die E-Mail-Adresse offengelegt worden seien.
„Um es klarzustellen: Unsere Systeme wurden nicht kompromittiert und Ihr Trezor-Gerät ist sicher, aber die betroffenen Kunden könnten gezielteren Phishing-Versuchen ausgesetzt sein“, erklärte das Unternehmen. „Betrüger können die durchgesickerten Informationen verwenden, um gefälschte E-Mails zu senden, fingierte Telefonanrufe zu tätigen, betrügerische Briefe zu verschicken oder sich möglicherweise als Banken, Kryptobörsen oder sogar Trezor auszugeben.“
Die Datenschutzverletzung war der jüngste Vorfall, bei dem Betrüger mithilfe personenbezogener Daten möglicherweise gezielt Inhaber von Kryptowährungen ins Visier nahmen. Trezor berichtete im Januar 2024, etwa 66.000 Nutzer seien durch Phishing-Angriffe gefährdet gewesen, wenn sie sich seit Dezember 2021 an das Supportteam des Unternehmens gewandt hatten.
Nutzer von Kryptowallets haben berichtet, dass Betrüger verschiedene Techniken einsetzen, um Zugriff auf ihre Gelder zu erlangen, unter anderem durch physische Briefe auf dem Postweg. Zu den weiteren Methoden gehören SMS, E-Mails und Telefonanrufe, in denen sich die Betrüger als hilfsbedürftige Familienmitglieder ausgeben oder Behörden imitieren und dabei zur Rückzahlung einer fingierten Schuld auffordern.
Auch interessant: Bedeuten die Coldcard-Angriffe, dass nun alle Hardware-Wallets unsicher sind?

