
EZB sucht Online-Händler für Pilotprojekt zum digitalen Euro 2027
Online- und mobile Händler im Euroraum können sich bis zum 27. Oktober bewerben, um in einem 12-monatigen Pilotprojekt Zahlungen mit dem digitalen Euro in der Beta-Version zu testen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sucht Online- und mobile Händler für die Teilnahme an einem 12-monatigen Pilotprojekt zum digitalen Euro, das voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 beginnen wird.
Am Dienstag erklärte die EZB, dass im Euroraum tätige Händler im E-Commerce und Mobile Commerce bis zum 27. Oktober einen Antrag stellen können. Ausgewählte Unternehmen werden Beta-Zahlungen in digitalen Euro im Fernhandel ermöglichen und testen, wie sich die Währung in Bezahlvorgänge integrieren ließe.
Im Pilotprojekt werden die Nutzererfahrung, die technische Funktionalität und die operativen Prozesse des digitalen Euro bewertet. Die EZB erklärte, dass die Beta-Version der in den Gesetzesentwürfen beschriebenen Währung nahekommen werde, jedoch keinen Status als gesetzliches Zahlungsmittel haben werde.
Nach Angaben der EZB wird die Teilnahme freiwillig und unbezahlt sein; die Bewerber werden anhand ihrer Marktreichweite, ihrer operativen Bereitschaft und ihrer Eignung bewertet. Erfolgreiche Bewerber müssen außerdem eine Geschäftsbeziehung zu einem teilnehmenden Zahlungsdienstleister aufbauen oder anpassen.
Im Juli wählte die EZB 36 Zahlungsdienstleister aus, die aus mehr als 50 Bewerbern stammten. Zu der Gruppe gehören Revolut, Stripe, Deutsche Bank und UniCredit. Die Teilnehmer wurden damit betraut, den Nutzerzugang, die Händlerakzeptanz oder beides zu unterstützen.
Die EZB erklärte, dass das Feedback der Händler in Designentscheidungen einfließen werde. Eine endgültige Entscheidung über die Ausgabe eines digitalen Euro werde erst getroffen, nachdem die entsprechenden EU-Rechtsvorschriften verabschiedet worden seien.
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