
BNB Chain aktiviert Pasteur-Hard Fork zur Stärkung der Bridge-Sicherheit
BNB Chain aktiviert den Pasteur-Hard Fork auf BSC, schließt Sicherheitslücken bei Bridges und Validatoren und erhöht zugleich die Transaktionskapazität.

Die BNB Smart Chain (BSC) hat am Dienstag ihren Pasteur-Hard Fork aktiviert. Dabei wurden Lücken bei der Bridge-Verifizierung und der Autorisierung von Validatoren geschlossen. Ein neuer Ansatz soll zudem mehr Transaktionen in jeden Block bringen.
In einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag bestätigte BNB Chain, dass Pasteur im BSC-Mainnet aktiv ist. Das Team erklärte, das Upgrade stärke die Sicherheit des Netzwerks in den Bereichen Bridge, Staking und Governance und erhöhe zugleich die Blockkapazität, ohne die Blockzeit von 450 Millisekunden zu verändern.
Das Upgrade umfasst drei BNB Evolution Proposals. BEP-682 weist doppelte Validator-Einträge zurück, wenn Light Blocks über mehrere Chains hinweg verifiziert werden. BEP-695 verschärft die Kontrollen für die Rotation von Validator-Schlüsseln, Slashing und Governance-Abstimmungen. BEP-675 ändert zudem, wie spezialisierte Builder Blöcke an Validatoren übermitteln.
Das Upgrade verhindert, dass Validatoren bei Bridge-Genehmigungen mehrfach gezählt werden, entzieht alten Validator-Schlüsseln ihre Befugnisse und hindert gesperrte Adressen an Abstimmungen. Gleichzeitig sollen in Stoßzeiten mehr Transaktionen in die Blöcke passen.
Pasteur zielt auf vollere Blöcke ab
Beim bisherigen Verfahren zur Blockerstellung auf BSC führte ein Builder Transaktionen aus, bevor er einen vorgeschlagenen Block übermittelte. Der Validator führte sie vor der Signierung erneut aus. BNB Chain erklärte die wiederholte Arbeit koste den Buildern, die innerhalb des 450-Millisekunden-Blockfensters des Netzwerks arbeiteten, Zeit, sodass die Blöcke mitunter nicht vollständig gefüllt waren.
BEP-675 ermöglicht es Buildern, bereits ausgeführte Blöcke zu übermitteln. Validatoren prüfen den vorgeschlagenen Block anhand der Konsensregeln, signieren und übertragen ihn und führen anschließend die vollständige Ausführungsprüfung durch. Builder können weiterhin das bisherige Verfahren nutzen, bei dem Validatoren die Transaktionen vor der Signierung ausführen.
Bei Tests auf QANet, einer internen Umgebung zur Nachbildung der geografisch verteilten BSC-Validatoren, erhöhte der neue Ansatz den Durchsatz um etwa 88 Prozent – von 1.237 auf 2.324 Transaktionen pro Sekunde. Der durchschnittliche Gasverbrauch pro Block stieg von 46,35 Millionen auf 84,15 Millionen. Blockintervall und Gas-Limit von 100 Millionen blieben unverändert.
BNB Chain wies darauf hin, dass die Zahlen aus einer kontrollierten Testauslastung stammten und keine Messwerte des Mainnets darstellten.
Pasteur folgt auf frühere Upgrades, die sich auf die Verkürzung der Blockzeiten konzentrierten. Der Maxwell-Hard Fork von BSC senkte die durchschnittliche Blockzeit im Juni 2025 von 1,5 Sekunden auf etwa 0,8 Sekunden. BNB Chain erklärte, das anschließende Fermi-Upgrade habe sie auf 450 Millisekunden gesenkt.
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