
Harmony erwägt Rückabwicklung nach mutmaßlichem Exploit – ONE-Angebot aufgebläht
Harmony arbeitet mit Börsen zusammen, um Gelder einzufrieren, und bereitet einen Patch vor. Zuvor war behauptet worden, 2,8 Milliarden nicht autorisierte ONE seien an Börsen gelangt.

Harmony erwägt, die Blockchain zurückzusetzen, nachdem der Vorwurf aufgekommen war, ein Angreifer habe das Netzwerk ausgenutzt, um fast 4 Milliarden ONE-Token zu erzeugen. Das entspräche etwa 26 Prozent des Token-Angebots.
Am Dienstag sagte Harmony, das Unternehmen arbeite mit Kryptobörsen zusammen, um Gelder zu stoppen und einzufrieren. Die Layer-1-Blockchain erklärte, sie bereite einen Patch vor und prüfe Möglichkeiten für ein Zurücksetzen. Harmony bestätigte weder die Ursache noch die Anzahl der erzeugten Token oder den an Börsen überwiesenen Betrag.
Cointelegraph kontaktierte Harmony mit der Bitte um eine Stellungnahme, hatte bis zur Veröffentlichung jedoch keine Antwort erhalten.
Harmonys Beitrag war eine Reaktion auf ein X-Konto namens „Juiceberg“. Dieses behauptete, die nicht autorisierten ONE-Token seien durch leere Blöcke erzeugt worden und etwa 2,8 Milliarden Token seien schnell an Kryptobörsen geleitet worden, während der Kurs von ONE fiel.
Juiceberg schätzte, dass der Angreifer noch etwa 115 Millionen ONE on-chain besaß. Das entspreche 2,9 Prozent der angeblich erzeugten Menge, während der Rest entweder verkauft worden sei oder in Einzahlungs-Wallets der Börsen gehalten werde. Cointelegraph konnte die Behauptungen nicht unabhängig überprüfen.
Bei Redaktionsschluss zeigte CoinGecko, dass ONE in den vergangenen 24 Stunden um 33,9 Prozent gefallen war.
Der Vorfall folgt auf den Hack der Horizon Bridge von Harmony im Juni 2022, bei dem Kryptowährungen im Wert von etwa 100 Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Das FBI führte den Angriff später auf die nordkoreanische Lazarus Group zurück.
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