
Chef der US-Bankenaufsicht warnt: „Verschwenden zu viel Zeit mit Krypto“
Michael Hsu ist der Ansicht, dass die „Zeit und Mühe“, die in die Regulierung von Kryptowährungen investiert wird, lieber für Bereiche wie Finanztechnologien aufgebracht werden sollte.

Michael Hsu, der amerikanische Comptroller of the Currency (OCC), also der Chef der US-Bankenaufsicht, warnt, dass die Regulierungsbehörden „zu viel Zeit mit Krypto verschwenden“, anstatt sich mit anderen wichtigen Fragen zu beschäftigen.
Der OCC-Chef hat die entsprechenden Äußerungen am 13. Oktober im Interview mit Reuters gemacht, in dem er die Sorge äußerte, dass Krypto „den Gehirnschmalz von viel zu vielen Menschen“ in den Regulierungsbehörden beansprucht.
Hsu ist seit Mai 2021 Chef der OCC und damit zugleich oberster Regulierungsbeauftragter des amerikanischen Bankenwesens.
In seiner Amtszeit hat Hsu bereits eine strengere Beobachtung von Krypto-Unternehmen und strengere Standards für Stablecoins gefordert. Dabei müsse vorsichtig vorgegangen werden, weil das schnelle Wachstum der Kryptobranche seiner Auffassung nach ein „Warnsignal“ ist.
„Wir verschwenden zu viel Zeit mit Krypto“, wie der OCC-Chef jetzt gegenüber Reuters erneut zur Kritik ausholt. Dem fügt er an: „Das ist interessant, weil es ganz klare Probleme gibt, aber im Vergleich zu anderen Problemstellungen nimmt Krypto inzwischen zu viel Raum ein.“
Stattdessen sieht Hsu Handlungsbedarf in anderen Feldern, allen voran im Bereich der Finanztechnologien (FinTech), den er schon im vergangenen Monat für neue Regulierung hervorgehoben hatte, um „massive Probleme oder sogar eine Krise“ zu verhindern:
„Das Belegen von Gehirnkapazitäten macht mich besorgt, denn wir sollten diese Zeit und Mühe für andere Dinge aufbringen.“
In den FinTech sieht der OCC-Chef die Zukunft, weshalb es nach Meinung von Hsu umso dringender ist, diese ausführlich zu regulieren.
„Das ist die Zukunft, und für die Zukunft sollten wir alles richtig machen“, so der Comptroller.
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