
Crypto.com erhält EU-Lizenz für Einführung von Krypto-Finanzderivaten
Crypto.com hat eine MiFID-Lizenz erhalten, um regulierte Krypto-Derivate im Europäischen Wirtschaftsraum anbieten zu können.

Die erste mobile Kryptobörse und Zahlungsplattform Crypto.com hat eine Lizenz erhalten, mit der sie Finanzderivate auf Kryptowährungen im Europäischen Wirtschaftsraum anbieten darf.
Laut einer Mitteilung vom 21. Mai erhielt Crypto.com eine Lizenz nach der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID).
"Wir haben unsere Markenpräsenz in Europa seit Erhalt der MiCA-Lizenz bereits ausgebaut und freuen uns nun darauf, unseren Kunden in der Region durch diese neuen Angebote noch mehr Möglichkeiten zu bieten, sich mit unserer Plattform zu beschäftigen", so Kris Marszalek, Mitbegründer und CEO von Crypto.com.

Quelle: Crypto.com
Crypto.com hat Mitte Januar die grundsätzliche Genehmigung erhalten, in der gesamten Europäischen Union im Rahmen einer Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Lizenz tätig zu sein. Das Unternehmen erhielt von der zypriotischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (CySEC) die behördliche Genehmigung für die Übernahme des in Zypern ansässigen Handelsdienstleisters A.N. Allnew Investments.
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Übernahmen: Beliebte Strategie
Das Unternehmen ist nicht das erste Kryptounternehmen, das eine MiFID-Lizenz durch die Übernahme eines in Zypern ansässigen Finanzunternehmens erhält. Am 20. Mai gab die Kryptowährungsbörse Kraken den Start des regulierten Derivatehandels auf ihrer Plattform bekannt. Mit der Übernahme sicherte die Börse sich eine EU-Lizenz im Rahmen der Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II).
Wie auch bei Crypto.com spielte eine in Zypern ansässige Firma eine Rolle dabei. Kraken übernahm die MiFID II-regulierte Firma Payward Europe Digital Solutions, um seine Derivate anzubieten. Kraken hat Anfang Mai die Futures-Handelsplattform NinjaTrader übernommen. Der Umsatz des Unternehmens stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 19 % auf 471,7 Mio. US-Dollar.
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Krypto-Derivate im Trend
Kürzlich sagte Coinbase-CEO Brian Armstrong, dass sein Unternehmen nach der Übernahme der Krypto-Derivate-Plattform Deribit weiterhin nach Fusions- und Akquisitionsmöglichkeiten suchen werde. Die börsennotierte US-Kryptobörse hatte Anfang des Monats die Übernahme von Deribit, einer der weltweit größten Handelsplattformen für Krypto-Derivate, bekannt gegeben.
Die große Kryptobörse Gemini hat vor kurzem auch die behördliche Genehmigung erhalten, den Handel mit Krypto-Derivaten in Europa auszuweiten.
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